Jede Woche überraschen wir unsere Kunden mit Produkten einer attraktiven Themenwelt. Bei der Herstellung unserer Gebrauchsartikel achten wir nicht nur auf hohe Produktqualität, sondern setzen uns für die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards bei der Rohstoffgewinnung sowie der Produktion der Sortimente ein.

Soziale und ökologische Verantwortung

Wir sind der Überzeugung, dass unternehmerischer Erfolg nicht zu Lasten von Mensch und Umwelt gehen darf. Deshalb verfolgen wir das Ziel, bei der Produktion unserer Gebrauchsartikel dauerhafte Verbesserungen von Arbeitsbedingungen auf Fabrikebene zu erreichen. Grundlage einer jeden Geschäftsbeziehung ist daher der Verhaltenskodex Social and Environmental Code of Conduct (SCoC), der seit 2006 Bestandteil aller Einkaufsverträge ist. 2011 haben wir den Kodex um Umweltbelange wie zum Beispiel Energieeffizienz erweitert.

Qualifizierung der Lieferanten

Wir unterstützen Produzenten bei der Umsetzung der Anforderungen und Standards. Um langfristige Verbesserungen von Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten zu erreichen, setzen wir seit 2007 auf das Qualifzierungs-
programm WE (Worldwide Enhancement of Social Quality). Durch einen moderierten Dialog zwischen Eigentümern, Management und Beschäftigten der Produktionsstätten und dem Tchibo Einkauf werden unsere Lieferanten dabei unterstützt, umfassende Sozial- und Umweltanforderungen im eigenen Betrieb und Schritt für Schritt in den vorgelagerten Zulieferstufen umzusetzen. Bislang haben 323 Produzenten an Qualifizierungsmaßnahmen teilgenommen, beziehungsweise das Programm WE abgeschlossen.

Engagement im Brandschutz

Um der Herausforderung des mangelnden Brandschutzes in Bangladesch zu begegnen, unterzeichnete Tchibo als zweites Unternehmen weltweit bereits 2012 das von führenden Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen initiierte Abkommen zu Brandschutz und Gebäudesicherheit (Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh). Seit Mai 2013 haben sich rund 200 internationale Bekleidungsunternehmen dem Abkommen angeschlossen. 

Bündnis für nachhaltige Textilien

Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist eine Multistakeholder-Initiative mit Vertretern aus Bundesregierung, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften und Standardorganisationen. Tchibo ist diesem Bündnis im Juni 2015 mit dem Ziel beigetreten, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der gesamten Textil-Lieferkette zu erreichen.

Auf Basis gemeinsam definierter Vorgaben setzen sich alle Mitglieder verbindliche und nachprüfbare Ziele. Ergänzend werden gute Lösungsansätze mit konkreten Bündnisinitiativen in den Produktionsländern gefördert.

Welche konkreten Ziele sich Tchibo für 2017 gesetzt hat, findet sich in der „Roadmap 2017“ auf der Internetseite des Bündnis für nachhaltige Textilien.


Detox Commitment

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat 2011 ihre Detox-Kampagne gestartet, um auf den Einsatz gefährlicher Chemikalien in der Textilproduktion aufmerksam zu machen. Mit der Unterzeichnung und Veröffentlichung des Detox Commitments haben wir uns im Oktober 2014 wie viele andere internationale Handelsunternehmen dazu bekannt, den Einsatz gefährlicher Chemikalien in unserer Textilproduktion bis 2020 zu beenden.  

Holz und Baumwolle aus nachhaltigen Quellen

Textilien, Gartenbänke und Tische: Viele unserer Produkte bestehen aus Baumwolle oder Holz. Die Produkte, die wir anbieten, müssen viele Ansprüche erfüllen: Sie müssen gut verarbeitet, modisch aktuell und langlebig sein. Qualität bedeutet für unsere Kunden aber auch, dass die wertvollen Rohstoffe aus verantwortlichen Quellen stammen.

Für unsere Gartenmöbel aus tropischen und borealen Hölzern verwenden wir ausschließlich FSC®-zertifiziertes Holz, das aus umwelt- und sozialverträglich bewirtschafteten Wäldern stammt. Den Anteil an Textilien mit nachhaltiger Baumwolle wollen wir stetig erhöhen. Rund 80% unserer Textilien wurden 2015 aus nachhaltiger Baumwolle (Organic Cotton, Cotton made in Africa, Better Cotton Initiative, GOTS) gefertigt. Wir kooperieren dabei mit Partnern, die sich weltweit für den Wechsel von konventioneller auf verantwortlich erzeugte Baumwolle einsetzen.

Bildungsprojekte im Ursprung

Viele unserer Textilien sind aus bzw. mit Baumwolle afrikanischen Ursprungs gefertigt. Daher sind wir Mitglied der Initiative Cotton made in Africa (CmiA) und unterstützen afrikanische Baumwollbauern durch Abnahme ihrer Baumwolle und durch Bildungsprojekte in Benin und Sambia.

Weitere Informationen finden Sie in der Nachhaltigkeitsbilanz 2015.

Daten und Fakten

• Im Verkaufsjahr 2015 betrug der Anteil von Textilien, die Baumwolle aus zertifiziert bzw. validiert nachhaltigem Anbau enthalten, knapp 80% – das ist gegenüber 2012 fast eine Verdopplung. Laut „Organic Cotton Market Report“ belegt Tchibo damit weltweit den vierten Platz im Bereich der am schnellsten von konventionell auf kontrolliert biologisch angebaute Baumwolle umstellenden Unternehmen.
• Tchibo hat 2014 die GOTS-Zertifizierung durchführen lassen und in 2015 erstmals GOTS-zertifizierte Textilien angeboten.
• Rund 40% unserer Holz- und Papierprodukte waren nach den strengen Richtlinien des Forest Stewardship Council® (FSC®) zertifiziert.
• Im Rahmen unseres Engagements bei Cotton made in Africa (CmiA) im westafrikanischen Benin wurden seit 2010 bislang fünf neue Schulen eröffnet und 10.000 Schulbücher sowie 30.000 Schuluniformen zur Verfügung gestellt. Die Einschulungsrate konnte um 8,2% auf 80% gesteigert werden.